Keren Cytter
Size Matters

Cytter / Roebas
Detour

 

Diese Ausstellung wurde organisiert und kuratiert in Kollaboration mit Natalie Keppler und Andreas Wagner.

Termine:
Vernissage: 5. Juni 2019, 18-20 Uhr
Ausstellung: 6. Juni - 14. Juli 2019

Spezielle Öffnungszeiten:
Freitag, 7. Juni 2019, 14-18 Uhr
Samstag, 8. Juni 2019, 14-18 Uhr
Sonntag, 9. Juni 2019, Buchvernissage: Keren Cytter & Antonio Grulli - Tel Aviv-Jerusalem Diaries, 14-16 Uhr, Öffnungszeiten: 12-17 Uhr

Öffnungszeiten und Lage

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Diese Ausstellung wird grosszügig unterstützt von:

 
 

All images courtesy of HAMLET and the artists.
Photography by Flavio Karrer.

 
 

Keren Cytter (*1977 in Tel Aviv, Israel) choreografiert aus Zeichnungen, zwei neu produzierten Animationsfilmen und Videos eine Ausstellung in der Size Matters. In verschiedenen Medien verwebt die israelische Künstlerin Keren Cytter persönliche Erfahrungen, Erwartungen und Erinnerungen an Kindheit und Adoleszenz mit fiktiven Elementen. Size Matters zwingt physisch eine andere Perspektive einzunehmen und Relevanz von Grösse auf verschiedenen Bedeutungs- und Entwicklungsebenen ironisch zu hinterfragen.

Obwohl die Zeichnungen mit Filzstift und die ortsspezifisch entstandenen Fensterzeichnungen des ersten Raumes auf der Horizontlinie von Kinderaugen liegen, konfrontieren sie, wie auch die zwei animierten Videos, mit der Tragik des Erwachsenwerdens.

Adoleszenz ist, wie in der Arbeit Experimental Film repräsentiert, für Cytter schwarz-weiss. Im frühen, auf Hebräisch synchronisierten genrehaften Video aus dem Jahr 2002, ist Cytter selbst noch Protagonistin. Im nächsten Raum und Film der Ausstellung wechseln die Bilder zwischen schwarz-weiss und Farbe, grafisch wie metaphorisch. Des Trous (Holes) bringt die in New York lebende Künstlerin 2018 zurück nach Israel auf eine Reise, die gemischte Gefühle zwischen Ablösung und Melancholie auslöst.

„I return as a ghost.“

Vergänglichkeit und eine Verortung in der Zeit wird stilistisch in der Vorstellung der Lebensalter der Besetzung des Films festgehalten. Die 1955 in Tunesien geborene israelische Sängerin Corrine Allal ist dabei gleichwertige Figur wie die Familienmitglieder der Erzählerin, die sich die Bilder und Erinnerungen von Anderen aneignet bis „we turns into I“. Die Texte des französisch gesprochenen Voice Overs klingen wie zitierte Lyrics aus Liedern und verweben sich mit dem Soundtrack von Allal, Yoko Ono und Edith Piaf.

„Look at the Skies. They are falling.“

Im kollaborativen Projekt Detour schaffen Keren Cytter und der US-Künstler John Roebas (*1985 in Tegucigalpa, Honduras) eine Archäologie gegenwärtiger Mythologien. Assoziativ vermischen sie Ursprünge einer behaupteten Hochkultur des Zweistromlandes Mesopotamien mit westlich und christlich konnotierten Relikten urbanen Lebens in Manhattan zwischen Salbung und Medikation.

Die daraus entwickelte Umkartographierung wird in einem Prozess der plastischen Zusammenarbeit, Fragmentierung und Neuschöpfung verbundener Körperlichkeiten transformiert und bildet so alternative Welten und Körperlandschaften innerhalb eines gemeinsamen Referenzsystems.

- Natalie Keppler


Keren Cytter (*1977 in Tel Aviv, Israel)
lebt und arbeitet in New York City, USA

Cytter / Roebas ist ein kollaboratives Projekt von Keren Cytter und John Roebas

John Roebas (*1985 in Tegucigalpa, Honduras)
lebt und arbeitet in New York City, USA


http://kerencytter.com/
http://www.j-o-h-n-r-o-e-b-a-s.com/

 

Buchvernissage:
Keren Cytter & Antonio Grulli - Tel Aviv-Jerusalem Diaries

 

Buchvernissage: Sonntag, 9. Juni 2019, 14-16 Uhr
Diese Veranstaltung hat im Zuge der Ausstellungen Size Matters von Keren Cytter und Detour von Cytter / Roebas stattgefunden.

 

Tel Aviv – Jerusalem Diaries ist ein aus zwei Büchern bestehendes Buch. Das erste ist das Tagebuch einer Reise durch Israel der Künstlerin Keren Cytter und des Kunstkritikers Antonio Grulli, welche im Frühling 2018 ihren Anfang nahm. Für Antonio Grulli ist es eine Entdeckungsreise an Orte, welche lange in der Vorstellung bestanden und als Input für eine Reihe von Erwägungen im Bezug auf Israel, Europa und Kunst dienen. Das zweite Buch ist ein Drehbuch für den Film Des Trous (Holes), die Arbeit, die Keren Cytter während ihrer Reise durch Israel gefertigt hat.

Antonio Grulli (geboren 1979 in La Spezia) ist in Bologna lebender Italienischer Kunstkritiker und freischaffender Kurator. Er ist verantwortlich für zeitgenössische Kunst am Palazzo Bentivoglio. Er hat bereits für Flash Art, Mousse Magazine, Cura Magazine, ATP Diary, Artribune, Boite, Exibart und Arte e Critica Texte verfasst.

Link zu Keren Cytter & Antonio Grulli Tel Aviv-Jerusalem Diaries auf Humboldt Books

Kevin Aeschbacher & Ruven Stettler
Module für Ordnung

Termine:
Vernissage: 7. April 2019, 14-18 Uhr
Ausstellung: 8. April - 19. Mai 2019

Öffnungszeiten & Lage

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Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der Künstler*innen.
Fotografie: Flavio Karrer.

 
 

Module für Ordnung bringt zwei Künstler zusammen, die sich auf den ersten Blick nichts weiter zu sagen haben, als dass sie innerhalb von Rechtecken malen. Bei näherer Betrachtung finden sich aber motivische Ähnlichkeiten, formale Verarbeitungen und - absichtliche und unabsichtliche - Bezüge, deren Nähe zueinander nicht abzuerkennen ist.
Geradlinige, mit äusserster Präzision und langwierig geschaffene Arbeiten, mit ästhetischen und motivischen Anlagen aus Comics, Graphic Novels und Computerspielen erhalten ein Gegenüber. Das Gegenüber ist informiert durch rasches, beinahe getrieben Anmutendes und auf günstigen und zugänglichen Materialien, deren Aneignung leicht zu fallen scheint, Aufgebrachtes. Es erinnert an Populärkultur und Zeichnungen im öffentlichen Raum und scheint trotz Ähnlichkeiten mit der anderen Position, doch so gar nichts mit ihr gemein zu haben.
Dennoch weisen die Arbeiten von Kevin Aeschbacher und Ruven Stettler beide auf den Wunsch Ordnung zu schaffen hin: Ordnung in der Wahrnehmung und in der Verarbeitung des Wahrgenommenen, Ordnung in Erzählungen, Anektoden und Geschichten. Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der als eigen empfundenen Realitäten, der eigenen Lebensumstände und deren anderer, sowie der Aneignung und Weitergabe dieser, ziehen sich durch die Ausstellung in der der Versuch unternommen wird ein klein wenig Ordnung zu schaffen.

- Clifford E. Bruckmann


Pareidolie nennt sich das Phänomen, das besagt, dass das menschliche Gehirn darauf ausgerichtet ist ein menschliches Gesicht auch dort zu erkennen, wo eigentlich keines ist. Verantwortlich dafür ist die Autovervollständigung in unserem Gehirn, die versucht alle Eindrücke unserer Umwelt wiederzukennen und so schneller einordnen zu können. Was nun, wenn sich etwas zwischen gedachter Erinnerung und fiktiver Abstraktion – jenseits einer bestimmbaren Zuordnung – befindet? In diesem Spannungsfeld vermeintlicher Orientierungslosigkeit, zwischen Bekanntem und Fremden, sowie Erkennen und sich verlieren eröffnet sich dem_der Betrachter*in das Werk von Kevin Aeschbacher. Seine Arbeiten zeigen jenen ort- und zeitlosen Raum, der sich bewusst einer klaren Bestimmung entzieht.
Nur die perspektivische Anordnung oder die dunklen Schattenwürfe lassen eine Distinktion zwischen Vorder- und Hintergrund zu und eine Raumtiefe erahnen. Und wenn naturgetreue Landschaften im Hintergrund zu erkennen sind oder vertraute Materialien sich über die Leinwandfläche ziehen, dann nur um gleichermassen wieder verfremdet und entrückt zu werden. Dieses transformatorische Potenzial wird durch die zwischen analog und digital changierende Bildsprache ermöglicht, wobei zwei- und dreidimensionale Visualisierungen genauso Eingang finden wie das physische Auftragen von Öl- und Acrylfarbe.
Indem Aeschbacher digitale in nicht-digitale Ausdrucksformen übersetzt und umgekehrt, verwischt er die gewohnte Grenze zwischen natürlichen und künstlichen, realen und virtuellen Formen. Dabei versteht er das Medium mit dem er arbeitet nicht als gefestigte Körper, sondern vielmehr als liquide, ambivalente Bausteine, die das Sehen und Gesehene bewusst herausfordern.
Dadurch, dass man in den im Raum platzierten Skulpturen eine bekannte Landschaft oder in der violetten, von der Schwerkraft heruntergezogenen Masse ein Gesicht zu erkennen glaubt – im Wissen um deren Zufälligkeit – führt Aeschbacher dem_der Betrachter*in die Bedingtheit der eigenen Wahrnehmung vor Augen. Doch gerade weil in dieser Bedingtheit jede Frage nach Realität obsolet erscheint – letztlich sind alle Eindrücke Konsequenz elektrischer und chemischer Signale in unserem Gehirn – wird der_die Betrachter*in in eine labile Wirklichkeit eingelassen, die sowohl real als auch virtuell zugleich ist.

Ursprünglich von der Malerei herkommend, erweitert Ruven Stettler in Module für Ordnung seine künstlerische Praxis um neu entstandene, skulpturale Arbeiten, die erstmals neben einer Auswahl von Arbeiten auf Papier gezeigt werden. Formal scheinen die Skulpturen eine Gegenposition zu den Papierarbeiten einzunehmen, zumal die Spur der Hand, die in der Bildserie durch das expressive Auftragen der Farben zum Ausdruck kommt, in den Skulpturen durch das indirekte Gussverfahren bewusst invertiert wird. Zudem wird durch das Setzen einer Rahmenordnung – das Gewicht der Skulpturen wurde zu Beginn als eine von 1 bis 10 Kilogramm aufsteigende Reihe fixiert – der künstlerische Handlungsspielraum eingegrenzt. Obwohl Stettler eine scheinbar numerische Ordnung zu schaffen versucht, interessiert ihn nicht die Ordnung selbst, sondern ihre Auflösung. Dennoch agiert er innerhalb seines eigens gesetzten Rahmens, um aus diesem heraus das Zufällige in der Ordnung zu entlarven. So bildet nicht das Schöne und Geordnete, sondern das chaotische Unstimmige und Vielfältige das Wesen seines Schaffens.
Diese Diversität spiegelt sich auch in der Mannigfaltigkeit der vom Künstler bedienten Materialen: Öl- und Acrylfarben, Kreide, Kohlestifte und Edding finden sich neben Leimspuren, Pigmenten und glänzenden Lackstellen. Ähnlich zu den Skulpturen bildet auch hier ein gemeinsames Merkmal – alle Arbeiten wurden auf gleichformatigen Papieren gemalt – die scheinbare Ordnung, bevor diese gebrochen wird und die Bilder in neuer Anordnung gezeigt werden.
Für diese Ausstellung wurden die Bilder auf verschiedenen Materialen für den Bau, Bezug und Unterhalt eines Eigenheims wie unter anderem Filz, Luftpolsterfolie und Styropor angebracht. Das Display, als sowohl verbindendes, installatives wie auch modulares Element, stellt sich als stilistische Erweiterung tradierten Ausstellungsformaten entgegen. Es ist ein experimenteller Umgang mit Beliebigkeit und Gesetzmässigkeit, der die Werke jeweils aufs Neue erweitert und die Grenzen zwischen Werk und Display aufweichen lässt.
Hier wird erkennbar, wie Stettler die in seinem Schaffen zugrundeliegende Auseinandersetzung formbildender Strukturen, denen er sich von der Gesetzmässigkeit zur Form und von der Form zur Gesetzmässigkeit annähert, im Display wieder aufnimmt. Doch es ist nicht die Suche nach einer übergeordneten Struktur, sondern deren Freilegung im Brechen mit dieser, die sein Schaffen prägt. Diese Suche nach Unstimmigkeit, wie es Stettler nennt, wird nicht in den einzelnen Werken sichtbar, sondern vor allem dann, wenn diese zur Raumfolge installiert durchschritten werden: Dabei eröffnet sich dem_der Betrachter*in ein vielfältiges Werk, das sich stetig neu zusammensetzt und weiterentwickelt.

- Céline Matter


Kevin Aeschbacher (*1988), lebt und arbeitet in Zürich
Ruven Stettler (*1994), lebt und arbeitet in Bern und Zürich

http://www.kevinaeschbacher.com/

Karolin Brägger & Martina Mächler
guided session 006

Termin:
24. Februar 2019, 18 Uhr

Öffnungszeiten & Lage

 

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der Künstler*innen.
Fotografie: Andrea Abegg Serrano, Cathrin Jarema & Clifford E. Bruckmann

 
 

Karolin Brägger und Martina Mächler haben 2017 ihre Kollaboration mit guided sessions, a project consisting of different episodes begonnen.
Nach der zufälligen Entdeckung meditativer Youtube-Videos, in denen überwiegend männliche Stimmen die Zuhörenden in ein erfolgreicheres Leben steuern, haben sie entschieden alternative Sessions zu schreiben. Diese hinterfragen die nicht enden wollenden Selbstverbesserungszyklen und untersuchen die auf Naturmotiven fokussierte Bildwelt, welche diesen Selbstsorgepraktiken inhärent ist.

guided session 006 von Karolin Brägger und Martina Mächler findet am 24. Februar 2019 um 18 Uhr im Zuge der Ausstellung do ghosts still believe in us? von Martina Mächler statt. Die Ausstellung dauert bis zum 3. März 2019 an.

Martina Mächler, *1991
lebt und arbeitet in Zürich
https://www.martinamaechler.com/

Karolin Brägger, *1993
lebt und arbeitet in Wien und Zürich

Martina Mächler
do ghosts still believe in us?

Termine:
Vernissage: 27. Januar 2019, 14-18 Uhr
Ausstellung: 28. Januar - 10. März 2019
Karolin Brägger & Martina Mächler - guided session 006: 24. February 2019, 18 Uhr

Öffnungszeiten & Lage

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Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.
Fotografie: Flavio Karrer.

 
 

Was, wenn das Vertrauen in Menschen verloren geht? Wir können noch lange an Geister glauben; wenn Geister nicht an uns glauben, dann hören wir auf zu existieren. So postuliert Martina Mächler ein Potenzial, aber auch ein Oxymoron durch ein Szenario, welches in seiner Logik zwar bestechend scheint, aber gleichzeitig auf der Umkehrung eines Aberglaubens basiert.
In ihrer ersten Einzelausstellung verwebt Martina Mächler also Fragen nach Potenzialen - eigene, abstrakte, energetische und ökonomische - zu einem parabiografischen Erzähl- und Konversationsenvironment. Die Ausstellung führt durch symbolische, reimaginierte, sich unterscheidende Szenen. Die Wiederverwendung szenografischer Elemente schafft dennoch eine zusammengehörige Erzählstruktur. Bestehende und bewusste Unsicherheiten innerhalb der Erzählung werden durch die Fragmentierung der Elemente hervorgehoben: quadratische Teppichstücke oder -Flicken; die Räume trennende, metallene Leisten; zusammengesetzte, zwischen Transparenz und Opakheit wechselnde Vorhänge. Diese Elemente verbinden zwar die Erfahrung der Ausstellung, weisen aber dezidiert auf die Brüche in der Erzählung hin, die nicht Martina Mächlers Erzählung sein muss, sondern auch in dieser oder ähnlicher Form diejenige vieler Menschen sein könnte. Wer würde es da den Geistern schon verübeln, würden sie nicht mehr an uns glauben?

Die Erzählung führt uns in einem grossen Bogen von der auf einer Partnersuchwebsite gestellten Frage „Do you think one person can significantly change the world?“ zum 97%igen Match der Erzählerin, der nur deshalb nicht 100% erreicht hat, weil er nicht daran glaubt, dass wir in einer patriarchalisch organisierten Gesellschaft leben. Parallel und mit diesem Bogen verbunden, findet eine Begegnung mit Geschichten statt, die in wiederkehrende Unsicherheiten zum Erzählten führen.
So wird aufgezeigt, wie Fragen des ökonomischen Überlebens und der Fabrikarbeit mit der vermeintlichen Ermächtigung durch liberale Bildungsinstitutionen in Verbindung stehen: welches Klima muss denn gewährleistet sein, damit ein Joghurt zum Joghurt wird? oder: welches Klima muss denn gewährleistet sein, damit eine Studentin zum Diplom kommt? Befreiung, Ermächtigung, Emanzipation wird versprochen - sei es durch die in der Plastikfabrik in der die Erzählerin arbeitet hergestellten und zusammengesetzten portablen Muttermilchpumpen oder die Absorption selbstermächtigender Strategien in und durch die Kunstschule -, aber wie übertragen sie sich tatsächlich in das eigene Selbstverständnis? Die Geister begegnen einem in der Ausstellung also als Figuren der vermeintlichen Erinnerung an Alternativen, an Momente und Szenarien in denen die Potenziale irgendwie klar formuliert waren, der tatsächliche Ausgang der Geschichte aber überhaupt nicht klar ist.
Eine beklemmende Diskrepanz zwischen Versprechen von Gerechtigkeit oder einer besseren Welt und der Banalität des Alltäglichen - welches offenbar doch in keiner Weise banal ist - drängt sich wiederholt auf. Ein Video dokumentiert die Suche nach dem Motiv eines idealisierten Sujets von der Website der Plastikfirma (die mit den Brustpumpen).
Ein idyllisches Landschaftsbild aus einer Naturschutzzone am Zürichsee ist das zentrale Bild auf der Landing Page einer Plastikfirma. Nachdem das Motiv gefunden ist und damit wiederum Potenziale von Alternativen ergründet werden können, zeigt ein zweites Video die Rückfahrt. Das Boot konnte nicht zu nahe an das Naturschutzgebiet heranfahren, denn Naturschutzgebiete sind auch seeseitig abgesperrt. Es bleibt also nichts anderes übrig, als weiterhin die Szenarien, Momente, Potenziale und daraus entstehenden Alternativen zu beschreiben und auszuloten, die den Geistern den Glauben an uns geben.

- Clifford E. Bruckmann

Martina Mächler, *1991
lebt und arbeitet in Zürich
https://www.martinamaechler.com/

House Warming

Termin: 25. November 2018, 14-18 Uhr

mit Beiträgen von: Andrea Abegg Serrano, Kevin Aeschbacher, Maria Arnold & Nico Sebastian Meyer, Brigham Baker, Magdalena Baranya, Simon Bachmann, Donatella Bernardi, Michael Bodenmann, Clifford E. Bruckmann, Isabell Bullerschen, Mortimer Chen, William E-Cheeze Drury, Alan Ebnother, Nina Emge, Simon Fahrni, Ramon Feller, Adrien Flament, Dennis Fuchs, Philipp Frisch & Karolin Brägger, Selina Grüter & Michèle Graf, Bernhard Hegglin, Jan Hofer, Yoichi Iwamoto, Cathrin Jarema, Dijan Kahrimanovic, Chantal Kaufmann, Daniel V. Keller, Tim Kils & Martin Kugelmeier, Lily Koper & Hester Koper, Manuela Koska, Karin Kurzmeyer, Jusun Lee, LONGTANG (Anne Gruber, Asia Kaspar, Tobias Kaspar, Emil Michael Klein, Ludovica Parenti), Martina Mächler, Björn Magnusson & Patrick Cipriani, Jiří Makovec, Vinzenz Meyner, Dominic Michel, Valentina Minnig, Thomas Moor, Angela Osterwalder & Sergio Araya, pfeffermint GmbH, Natalie Price Hafslund, Jack Pryce, Christina Renggli, David Renggli, Simon Risi, Sergio Rojas Chavez, Mia Sánchez, Sebastian Schaub, Anne Schmidt, Anita Semadeni, Pascal Sidler, Barbara Signer, Nadja Solari, Muriel Steiner, Valentina Stieger, Aurélie Strumans, Miriam Sturzenegger, Ariane Vonmoos, Tim Wandelt, Eugen Wist, Daniel Wyder, Jiajia Zhang, Julia Znoj.

With special and extraordinary thanks to Yoichi Iwamoto (http://iwamotoyoichi.com @yoichiiiwamoto) and Francesca Ferrari (http://francesca-ferrari.com @22n23) for the photography!

Also, thank you ‚Käpt’n Balu’ for the amazing drone piloteering!

 

All images courtesy of the artists.
Photography by Francesca Ferrari & Yoichi Iwamoto.

 
 

We recently decided to start a new exhibition program bearing the name „Hamlet“. The program is centered around, but not limited to, wonderful rooms located on a rooftop at Dörflistrasse 67 in Zürich-Oerlikon. It is a particularly interesting location due to the ongoing changes in Zürich-Oerlikon. The space is located at the border of the old village center (from before Oerlikon was annexed and incorporated into the city of Zurich) and the newer and ever-developing corporate-expat-theme park, spanning all the way to Glattpark and Opfikon. This location gives our program an overlying complex of topics by allowing us to investigate, on a very broad scale, moments of transformation and change; this might involve generational, architectural, personal or other forms of transformation, change and movement.

It was a rather spontaneous decision to commence this program, but we are comitted to making it a place also for our friends, new ones and old.

The block that Hamlet is a part of used to be farmland until as recently as the early 1970s. City planning and architectural decisions led to the block becoming habitable on the current scale for humans and we would like to inform a minor architectural decision as part of a symbolic gesture. Our space is surrounded by a balcony, which the owner of the building does not allow to be used due to missing handrails and subsequent security concerns. However, we do not want to be wasteful with the wonderful opportunity we were given and would like to invite the space to be used. Given the circumstances, we thought of a species which could occupy and use the space denied to us humans: birds.

Thanks to our most generous friends and families a multiple and layered house warming will take place on the afternoon of November 25th 2018 from 2-6pm.

(The contributions will be accessible by appointment only: hello@hamlet.love)